Mittwoch, 28. Januar 2015

Was mich stört an der neuen “Nähkultur”

Ich schreib jetzt mal meine Gedanken über die ganze Nähcommunity auf und was mich stört.

Als ich vor mittlerweile fast 5 Jahren (!) zu nähen begonnen habe, waren wir noch wenige. Es gab fast keine Schnittersteller und der größte davon war Farbenmix.de.

Man hat mit Webware (das verwechseln viele mit Baumwolle) zu nähen begonnen, mit der Nähmaschine genäht und versäubert.

Aber das was ich am Angenehmsten fand in der Zeit war, dass es keinen Hype gab.

Es gab keine Schnittmuster wo beim Probenähen schon weit über 100 Designbeispiele entstanden sind (soviel zum Thema probenähen ). Man hat vom Probenähen eigentlich nichts mitbekommen, erst als die Schnittmuster veröffentlicht wurden.

Heute gibt es auf facebook mindestens jeden Tag einen Aufruf zum Probenähen (sei es ein Schnitt oder ein Stoff). Ganz ehrlich, ich mag das nicht. Es mag jetzt eifersüchtig klingen, aber es dürfen eh immer die gleichen.

Aber es wird auch immer weniger Wert auf die Qualität der Schnitte gelegt. Scheiß egal ob es Maßtabellen im Schnittmuster gibt, steht ja eh dabei größengerecht. Was aber wenn mein Kind nicht größengerecht ist (die große ist zum Beispiel viel zu dünn), denn es gibt ja auch dicke Kinder oder welche mit Bauch (was vollkommen normal ist).

Heute habe ich wieder ein neues ebook entdeckt, dass es so eigentlich schon lange bei Schnabelina als Freebook gibt, nur das diesmal auch der Trotzkopf-Oberteil gleich dabei ist.  Oh wow und schon wieder ein Gehype.

Auch ein schönes Beispiel der „Cuddle me“ von Schaumzucker. Keine Masstabelle und jede Größe extra zum ausdrucken. Ganz ehrlich der Schnitt passt nicht und wird wahrscheinlich bei uns kein zweites Mal genäht werden, ausser eins der Kinder verlangt ausdrücklich danach. Und ich beiß mich in den Hintern, dass ich echt €5.9 dafür bezahlt habe. Tja das kommt halt davon wenn man mal zu faul ist zum Basteln.

Die meisten genähten Sachen, die ich in letzter Zeit sehe, passen den Kindern oft nicht, weil absichtlich oder unabsichtlich zu groß genäht. Weil viele nach der Kaufgröße und nicht nach der Körpergröße gehen bzw Maßtabellen ignoriert werden. Ja, bei zu grpß können die Kinder noch reinwachsen.

Zu groß nähen ist mir auch mal wieder passiert bei einer „Muriel“ von Farbenmix, ja die warten jetzt auch im Kasten auf den Herbst.

Es ist echt unfassbar wieviele „verschiedene“ Schnittmuster für Pumphosen, Leggins, Shirts es mittlerweile gibt.

Wir haben damals noch zu nähen begonnen, damit unsere Kinder NICHT das gleiche anhaben wie alle anderen im Kindergarten. Mittlerweile nähen alle ähnliche Schnitte und aus den gleichen gehypten Stoffen (Heidi, Monster, Pauli und wie sie alle heißen Hauptsache Eigenproduktion in kleiner Stückzahl).

Ich hab echt keine Lust mehr in die ganzen Facebook-Gruppen zuschauen (blogs geht noch, denn die wenigsten haben einen Blog).

Ich liebe die Individualität des Nähens und bin froh, dass zumindest die Große aus dem Alter für niedliche Stoffe heraussen ist und die Kleine auch lieber Streifen und Sterne trägt als Figuren.

Was auch ganz schlimm ist finde ich, es wird von vielen einfach nur um des Nähen Willens genäht. Hauptsache was genäht. Der Kasten der Kinder geht schon über aber es wird weiter genäht, denn es macht ja soviel Spaß. Zu jedem noch so kleinen Anlass werden Freunde und Familie mit genähtem (oft ungefragt) „beglückt“ und dann auf Facebook beschwert dass es nicht gewürdigt wird.

Das geht dann für mich wieder aufs Thema der Nachhaltigkeit, denn wir wollen doch bitte alle nur Baumwollstoffe (mit ein bisschen Elasthan wegen der Dehnbarkeit), aber auch wenn man GOTS-zertifizierte Stoffe verwendet ist und bleibt Baumwolle ein Rohstoff der in der Herstellung eine ungeheuere Wasserverschwendung braucht.

In der aktuellen Nido steht drinnen, dass ein Jute bzw Baumwollsackerl mindestens 120x verwendet werden muss um umweltfreundlicher als ein Plastiksackerl zu sein (Nein ich bin nicht für die Verwendung von Plastiksackerl
Ich will damit nur aufmerksam machen darauf wieviel Wasser notwendig ist um all diese Stoffe zu produzieren)

Wir sollten beginnen nachzudenken!!

Was brauchen wir, warum brauchen wir es??

Vorallem auch was geschieht mit den Mengen an Kleidung: aufheben fürs zweite? (aber dann kann man dafür ja nix nähen), weitergeben? (aber wer würdigt schon die selbst genähten Sachen richtig?)

Mich würden ja eure Gedanken zu dieser Thematik interessieren

Kommentare:

  1. Also ich nähe ja nicht für Kinder, aber der Trend ist auch bei den Erwachsenen spürbar. Es werden keine Maßtabellen angeboten, ständig die Frage nach Kaufgrößen, die schon deshalb total albern ist, weil es gar keine festgelegten Kaufgrößen gibt, Schnitte sollen angeblich von Gr. 34 bis 56 gehen - wir alle wissen, dass das schnitttechnisch nicht ohne Weiteres funktionieren kann!

    Es sind aber nicht nur die 'Hersteller' es sind auch die Nähenden - alles muss schnell gehen, bloß nicht kompliziert und am besten alles mit der Overlock zusammentackern. Einen Reißverschluss einnähen scheint zu viel verlangt zu sein, selbst mit Abnähern sind die meisten überfordert, die Stoffe schlabbern, oft passen die Teile schlechter als die von der Stange und ich entwickle eine echte Marta-Sperre.

    Ich finde das unheimlich schade - ein hohes und wundervolles Handwerk wird verschlampt. Anders kann ich das nicht ausdrücken.

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    1. Bin ganz deiner Meinung, früher (also zu Zeiten meiner Oma) war nähen noch eine richtige Kunst und man hat sich Zeit genommen und war dann demenstsprechend stolz.
      Klar sind heute auch alle stolz, aber eben ein Kindershirt ist in 30min zusammengetackert.

      LG Claudia

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  2. Ich nähe jetzt noch nicht sooo lange, daher weiß ich nicht, wie die Nähszene vor 5 Jahren aussah ;-) Und ich gebe mir schon Mühe, auch mal Sachen zu nähen, die halt nicht jedes Kind hat - und sei es nur, dass ich für meine Tochter auch mal andere Farben als rosa, lila und pink verarbeite.

    Und grundsätzlich gebe ich dir absolut recht. Mich nervt das zum Teil auch total, dieses gehype.

    ABER auch ich habe Eigenproduktionen im Schrank, einfach weil sie halt sehr niedlich sind und ich weiß, dass sich meine Tochter darüber freut, allerdings heule ich nicht rum, wenn ich von einer EP nichts abbekomme, davon geht meine Welt nämlich nicht unter. Genauso habe ich auch verschiedene Shirt-Shnitte, die sich auch durchaus ähneln, zu Hause. Klar könnte ich mir einiges sparen und selber basteln, das traue ich mir inzwischen durchaus zu, aber mir fehlt die Zeit für sowas, da kaufe ich das im Zweifelsfall lieber. Zumal es hier ja so ist, wie überall: Wenn es mir nicht gefällt, muss ich es nicht kaufen, kann entsprechende Beiträge überlesen. Ich finde, DAS ist auch ein Problem... da wird sich dann über das Gehype beschwert oder dass die SM-Ersteller eigentlich gar nicht mehr wirklich probenähen lassen, sondern das eigentlich nur Designbeispiele sind oder dass jetzt das 5. ähnliche Shirt-Schnittmuster rauskommt... kann man alles machen - man kann es aber auch lassen, denn wie gesagt: Man muss das Zeug ja auch nicht kaufen.

    Aber vielleicht stört es mich auch nicht so, weil ich - zumindest bei den Erwachsenen-SM - mit einer Kleidergröße weit jenseits der 38 einfach oft nicht die Zielgruppe bin bzw. mir schon vorher denken kann, dass das an mir einfach nicht aussehen wird ;-D

    Was mir tatsächlich mehr Kopfschmerzen bereitet ist tatsächlich die von dir angesprochene Nachhaltigkeit. Ich nähe sehr gerne, muss mich da aber auch oft bremsen, weil meine Tochter einfach genug Kleidung im Schrank hat. Es gibt auch so Näherinnen, da frage ich mich, ob deren Kinder die Sachen überhaupt öfter als 1x anhaben, bei der Menge an Kleidung, die da innerhalb einer Woche entsteht. Aber auch hier: Das ist einfach nicht meine Baustelle, ich kann es auch nicht ändern, daher spare ich es mir, mich dazu zu äußern.

    Stoffbeutel finde ich trotzdem schöner ;-D

    Das waren jetzt ganz schön viele Gedanken... und das am frühen Morgen!

    LG
    Birgit

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    1. Danke für deine Worte.

      es gibt aber schon auch einige Schnittmusterersteller im deutschsprachigen Raum die auch für uns mollige tolle Sachen entwerfen.

      LG Claudia

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  3. Liebe Claudia, mir geht es sehr ähnlich wie dir. Ich habe EINE Ottobre für Kinder und seit Kurzem EINE Ottobre für Frauen. Ein paar gekaufte FM-Schnitte, noch weniger e-Books. Ich kaufe sehr gezielt und nicht "einfach so". In meiner Kinderottobre ist ein super Raglanschnitt und ein super normaler T-Shirt-Schnitt drinnen, da brauche ich nicht fünf andere. Und meine Tochter trägt gerne EINEN FM-T-Shirt-Schnitt.

    Damit ist fast alles gesagt, oder? Unsere Kästen quellen auch nicht über, denn das zieht ja dann niemand an. Ein T-Shirt für vier Mal Tragen, weil eh so viele da sind, und dann ist es zu klein? (Da muss ich an dein letztes Posting anknüpfen: ich nähe auch größengerecht und nicht auf Reserve, denn bis es dann passt, ist es womöglich abgenutzt, gerade an zu langen Ärmeln z.B.) Wir haben gerade mal so viel Kleidung, dass wir zwei Wochen lang auskommen, denn getragen werden doch sowieso nur die Lieblingssachen?

    In der Klasse meiner Tochter kommen ihre (wenigen, denn sie bekommt viel Kleidung von einer Freundin und den Cousinen) selbstgenähten Sachen total gut an, die Freundinnen beneiden sie um ihre nähende Mama. Eine Freundin, die shoppingmäßig eine spendable Mutter hat und die ständig neue Kleidung bekommt, möchte von MIR gern ein selbstgenähtes Shirt haben, DAS freut mich dann wirklich!

    Für Probenähen habe ich mich zwei, drei Mal gemeldet, aber bin natürlich nie zum Zug gekommen. Womöglich nähe ich (und nähst auch du) zu wenig "tüddelig", zu geradlinig? Egal. Es ist mir eh fast lieber so, denn ich habe eh zu wenig Zeit für Freizeit und so nähe ich lieber GENAU das, was ich will. :)

    Ich versuche übrigens, die getragene, selbstgenähte Kinderkleidung zu verkaufen. Und wenn das nicht geht (ZU getragen vielleicht), dann verschenke ich sie an Freunde mit kleineren Kindern, die Selbstgenähtes zu schätzen wissen. Denn, ganz ehrlich: die gibt es. :)

    lG, Ulli

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    1. Nochmal, zum Nähhype: meine Mutter hat immer schon genäht, für mich war das normal, eine nähende Mutter zu sehen. Ich habe auch selber als Jugendliche auf Wunsch eine Nähmaschine bekommen und im Alter von 16-22 genäht, das war so Ende der 80er-Jahre. Ich habe damals meine Schnitte selbst zusammengebastelt.

      Als ich vor vier Jahren jetzt wieder begonnen habe zu Nähen, war schon alles anders, aber - wie du schreibst - noch nicht SO überlaufen wie jetzt gerade. Ich selber sehe mich aber gar nicht so als Mitläuferin eines neuen Hypes, sondern irgendwie habe ich das "eh schon immer" gemacht, wenn auch mit einer riiiiiesigen Zeitlücke. ;)

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    2. Hallo Ulli,

      ja mit dem Gewand halten wir es auch ungefähr so. 14 Tage gehen sich gerade so aus mit dem Gewand. Ich finde mehr ist nicht notwendig.
      In der Klasse sagen sie glaub ich nicht viel zur großen, das muss ich sie aber mal fragen.

      Ich näh auch gerne für andere, aber nur wenn es gewünscht wird, bzw wenn ich weiß das es wirklich passt oder gebraucht werden kann.

      Meine Oma hat immer wieder genäht (auf die Elna freu ich mich schon) auch meine Mutter hat genäht. Ich konnte in der Schule damit gar nichts anfangen, also habe wirklich erst bei der großen begonnen.

      Getragene Kleidung verkaufen funktioniert bei uns hier irgendwie nicht, die verschenke ich mittlerweile meistens an jemanden der sich drüber freut.

      LG Claudia

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  4. Huhu,

    du sprichst mir ja so aus der Seele.
    Ich finde den Hype auch fürchterlich.
    Und ich HASSE Ebooks, also solche ohne Tabelle und wo ich schon beim ersten Durchlesen Bedenken bekomme.
    Jetzt nicht Schnabelina oder so.
    Ich habe mir Martha gekauft weil ich sie schön fand und auch meine Freundin unbedingt so was wollte, aber ehrlich.
    1. Das Geklebe - FÜRCHERLICH!
    Bei Kinderschnitten/Accessoires/Taschen geht das ja, aber Erwachsenenschnitte aus 40 Blättern zusammensetzen - ohne mich!
    2. Maßtabelle, wie du schon sagtest - habe von Martha 48 nähen müssen, war froh das mir diese größte Größe überhaupt paßte. Sonst trag ich 44/46.
    3. unmögliche Schnitt-Details:
    - Ärmel ist vorn und hinten unterschiedlich (ist ja gut) aber keine Paßzeichen im Schnitt
    - Kragen hat vorn ne unmögliche Ecke
    usw.

    Zur Nachhaltigkeit:
    Die genähten Sachen meiner Mittleren bekommt die Cousine, dann bekomme ich sie zurück für die Kleine und danach verkaufe ich sie.
    Ich hab in einem Forum (SuT) da dankbare Abnehmer.

    Klar näh ich für die Kleine auch MAL was neu.

    LG
    Salo

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    1. Ach so, vergessen: Ich recycle auch supergern und oft Kaufklamotten. Da wird nix so schnell weggeworfen ;)

      LG
      Salo

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    2. Ja mit dem geklebe muss ich dir recht geben, das nervt mich auch immer fürchterlich.
      Martha hat mir gsd nie wirklich zugesagt, weil ich schon früh gehört habe dass es keine Masstabelle gibt und auf große Anpassungen hatte ich keine Lust.

      Die Sachen der großen kriegt auch die Cousine (ausser besondere Sachen, die heb ich direkt auf). Aber auch ich benäh gerne meine beiden Mädels.

      Kaufklamotten recylt hab ich bisher noch nicht nur selbst genähte :)
      LG Claudia

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  5. Oh, wenn ich das so lese, bin ich echt froh darüber, nicht auf Facebook vertreten zu sein!
    Ich nähe ja schon sehr lange Kinderkleidung (seit ungefähr 12 Jahren), und Anfangs war es echt beinahe unmöglich, in Österreich nette Kinderstoffe und kindergerechte Schnittmuster zu bekommen. Meine ersten Inspirationen zu Stoffen und Schnitten habe ich mir über einen kleinen Thread in einem deutschen Babyforum geholt - da zeigten eine Handvoll Mütter ihre selbstgenähte Kinderkleidung - Farbenmix kam dann erst viel später. Zum Probenähen kann ich jetzt nicht viel sagen, für die meisten Schnittmuster bin ich als Teenie-Mutter nicht mehr die richtige Ansprechperson.
    Und Du hast Recht, mittlerweile kann man den Markt an Stoffen und Schnittmustern kaum mehr überblicken - aber ich muss sagen, ich bin mit der Entwicklung, egal ob ich sie gut finde oder nicht, gereift: ich muss nicht mehr alles haben (weder Stoffe noch Schnittmuster - gut, ich habe auch kaum noch Gelegenheit, Kinderkleidung zu nähen, aber für die Erwachsenen gilt ja ähnliches); und ja, ich ärgere mich auch des Öfteren über die lausige Passform und die fehlenden Maßangaben (oft sitzen die Stücke ja nicht mal an Näherinnen, die eigentlich Model-Maße haben), denn mit meiner Erfahrung sind auch meine Ansprüche an mich gestiegen: wenn ich schon nähe, dann sollte es auch gut sitzen! Deshalb habe ich schon auch das eine oder andere Stück im Kasten, das leider nicht meinen Erwartungen entsprochen hat - und das ärgert mich, auch in Bezug auf die von Dir erwähnte Nachhaltigkeit, vor allem, wenn man die Passformprobleme dann eher nicht mehr am fertigen Stück beheben kann und der Stoff somit mehr oder weniger verschwendet war.
    Mit der Kinderkleidung, muss ich sagen, hatte ich diesbezüglich weniger Probleme. Gut, das meiste war an meiner Tochter maßgeschneidert ;) Aber ich habe fast alles von ihren (natürlich noch gut tragbaren) Sachen verkauft und sie wurden sehr gerne weiter getragen - und eine schönere Zukunft kann man sich für die selbst genähten Sachen ja nicht vorstellen.
    Und ja, ich verschenke nach wie vor sehr, sehr gerne selbst genähte Kinderkleidung - und ich muss sagen, fast immer ist diese auch sehr gut angekommen und wurde geschätzt - also insofern keine Beschwerden von meiner Seite ;)
    Zusammenfassend möchte ich noch sagen, dass ich eigentlich sehr froh bin, dass meine Nähanfänge in eine Zeit gefallen sind, in der sowohl das Stoffangebot als auch das Schnittmuster-Angebot noch überschaubar waren - sonst wäre ich als Näh-Frischling sicher schlicht und einfach überfordert gewesen!
    Ich hoffe, dass Dir trotzdem der Spaß am Nähen erhalten bleibt!
    Alles Liebe,
    Alice

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    1. Den Spass am nähen lass ich mir sicher nicht verderben :)
      Die Sachen deiner Tochter waren für meine leider zu groß und hätten so lange im Kasten liegen müssen :( jetzt ärger ich mich ein bisschen darüber.

      Genau das ist der Punkt den ich bekritel, es sollten auch die Ansprüche steigen mit den Kenntnissen.
      als ich begonnen hab, gab es auch wenig auf dem Sektor und heute bin ich ganz erschlagen vor lauter schnittmustern und stoffgeschäften.

      LG Claudia

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  6. Du sprichst mir echt aus der Seele..... Die vielen schnittmuster...... Und alle sehen irgendwie gleich aus...... Und mich stört auch das oft in der Beschreibung vor dem Kauf keine stoffmenge angegeben ist..... Warum?

    Vielen Dank für die Inspiration endlich wieder selbst zu zeichnen... Ein paar grundschnitt und daraus wirklich individuelle Dinge machen...

    Liebe Grüße Silke

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  7. Also , du sprichst mir aus der Seele. Ich habe mich nicht getraut so einen Artikel zu schreiben, denn meinen Blog gibt es erst seit fast einem Jahr. Aber ich nähe schon fast 30 Jahre, ich bin angefangen als unsere Große geboren wurde und die wird jetzt 30 Jahre alt. Für die beiden Großen, es kam noch 3 Jahre später ein Sohn dazu habe ich fast alles genäht nach und nach. Es gab kein Internet nur vielleicht ein /zweit Zeitungen die hat man gehütet und die Schnitte passten .Heute kann ich zur Kinderkleidung nichts sagen. Ich habe zwar noch eine Tochter von 18 Jahren, aber da war es nicht so in,ab einem bestimmten Alter mehr zu nähen, aber sie fängt wieder an zu fragen.Die Sachen die ich im Kindesalter genäht habe ich immer gut verkauft an Personen die genähte Sachen zu schätzen wussten.Da nähe ich doch gerne. Für meine Große nähe ich heute noch ab und zu und wir haben beide festgestellt, dass immer die Ärmel zu eng sind und sie hat eine klasse Figur36/38. Diese Entwicklung ist echt schade, denn ich habe kein Facebook und da ist man in der Nähszene ein Ausenseiter. Aber in meinem Alter muss man nicht mehr alles mitmachen.
    Das Probenähen ist wirklich so, mich würde sehr interessieren wonach aus gesucht wird, denn es sind immer die Selben. Ab und zu habe ich mal Glück gehabt, aber dann habe ich die Personen oft direkt kontaktiert und dann hat es mal geklappt. Irgendeine hat mir mal eine gesagt ich hätte zuviel Näherfahrung, kann man nicht verstehen. Die Sachen sind oft schon auf Fotos zu erkennen, dass sie sehr schlecht genäht sind. Aber wie du schon sagst es wird wohl Wert auf Quantität und nicht auf Qualität gelegt. Aber ich muss auch sagen ich habe es nicht bereut einen Blog zu eröffne, denn er hat mir bei meiner Dauererkrankung sehr geholfen. Nur ich glaube auch wir müssen etwas umdenken sonnst war es nur eine neue Welle und sie vergeht wieder, was ich sehr Schade finden würde.
    Stoffbeutel sind besser als Plastik, aber ich brauche auch keine 20 davon. Ich würde auch gerne Muster selbst entwerfen, aber irgendwie traue ich mir das noch nicht zu, obwohl wir früher immer improvisiert haben. Ich sage mir immer es gibt schon soviele und oft sind sie auch abgekupfert aus den USA oder Kanada, denn das Rad wird auch nicht neu erfunden. Dann braucht wahrscheinlich meine Muster auch keiner mehr. Den Trend mit immer den neusten Stoffen mache ich eher nicht mit, ich nehme das was mir gefällt.So jetzt habe ich soviel geschrieben, aber es hat mal Gut getan sich so zu äußern. Trotzdem wünsche ich uns Beiden noch weiterhin viel Spaß am Nähen. Vielleicht magst du mir ja auch schreiben.

    Liebe Grüße
    Marita

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    1. Wow du nähst echt schon sehr lange. Das es solche Schnittprobleme sogar bei 36/38 gibt war mir gar nicht so klar.

      ich liebe Blogs, denn blogs haben den Vorteil wenn die Fotos richtig getaggt sind, dass man sie bei der google Bildersuche findet im Gegensatz zu facebook Fotos.

      Deine Muster würden mich schon interessieren, aber wahrscheinlich hast du recht. Es gibt mittlerweile soviele und das meiste kommt aus USA, da wird es echt schwer bzw wenn man selbst produzieren lässt teuer.

      Ich wünsch dir auch noch viel Spass

      LG Claudia

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  8. Genau über diese Themen denk ich schon seit einigen Wochen nach. Das ich zu ähnlichen Gedanken gekommen bin, ist sicherlich nicht erstaunlich. Ich näh auch nicht (mehr) einfach weil´s grade alle machen,sondern das was wir grade brauchen oder Kleinkram zum verschenken ( und da denk ich echt drüber nach ob derjenige sich auch freuen könnte. Hat bisher echt geklappt). Trotz allem will ich weiter nähen und gehe wieder zurück dazu Wunschmotive selber draufzuzaubern statt (oft überteuerte) EP´s zu vernähen. Was da ist wird noch verarbeitet, doch nicht mehr gekauft. Und danke für die Cuddle - Warnung. Der Lemming wollte schon wieder durchkommen, dank Dir hab ich mindestens 5,90 € gespart und eigentlich besitze ich mehr als genug Schnittmuster.
    LG Silvi

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  9. Bitte gerne geschehen :) Ja den Lemming sollte man lernen zurückzuhalten.
    Ich werd auch weiternähen, vorallem weil bei der großen das Problem ist dass ihr bald echt nichts gekauftes mehr passt.

    Ich freu mich wieder von dir zu lesen

    LG Claudia

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  10. Ich gebe dir auch völlig Recht. Obwohl ich keine Maßtabellen habe, ich bekenne mich schuldig. Das wär mal was, nur muss ich alles händisch ausmessen, und das ist so anstrengend :) Was mich am meisten schmerzt, ist, dass keiner mehr Lust hat, sich Mühe zu geben. Nähen ist doch ein Handwerk, man sollte in meinen Augen stets danach streben, seine handwerklichen Fähigkeiten zu verbessern. Aber mittlerweile ist es "in" sich damit zu brüsten, auf alle Regeln der Schnittkonstruktion und Verarbeitung zu verzichten. Brrrr... Ich trau mich nicht an die Konstruktion von Damenkleidung, das ist so schwer. Für mich, ok, aber etwas, was mir passt, passt garantier sonst keinem :D Ich wundere mich häufig, wer sich dennoch alles traut und was für seltsame Ergebnisse als toll in den Himmel gelobt werden. Irgendwie war das vor ein paar Jahren wirklich noch irre anders und ich vermisse die Zeit, in der man erst guckte, was es schon gab, bevor man einen neuen Schnitt auf den Markt warf. Heute kann man anscheinend nur überleben, wenn man möglichst viele Prinzipien über Bord wirft. Aber warten wir mal ab, wo das alles hinführt. ich mag den Glauben noch nicht aufgeben, dass irgendwann ein bisschen Vernunft wiederkehrt :D

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    1. Oh wow, danke für deinen Kommentar.
      Ich bin echt froh darüber, dass auch eine sehr bekannte Schnitterstellerin ein bisschen meiner Meinung ist.
      Ich gebs zu ich würd gerne deine Schnitte nähen, aber nachdem meine Große mal ein Kleid bei einer Freundin probiert hat und ich eben festgestellt habe, dass es keine Tabelle gibt, hätte ich nicht gewusst wie ich die Schnitte genau anpassen muss.
      Ich weiß wie viel Arbeit du in deine Schnitte steckst (hab ich eine Zeit lang live bei SUT beobachtet)

      Ich hoffe auch, dass sich mit den Jahren das ganze wieder auf ein "normales" Level begeben wird.

      LG Claudia

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    2. Ich glaub, ich hab noch niemals wen getroffen, dem Tabellen so wichtig waren. Ich nutze die tatsächlich nie, denn jedes Mal,w enn ich mich daran orientiere geht das total nach hinten los :D Ich vergleiche immer mir irgendwas, was passt. Das sind ja nur Eckdaten wie Länge und Breite, über den eigentlichen Sitz oder die Schulterbreite, Ausschnittweite usw. sagt das ja überhaupt nichts aus...

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  11. Du sprichts mir aus der Seele.
    Liebe Grüße und danke dafür , dass endlich mal einer seine Meinung niedergeschrieben hat.

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  12. Liebe Claudia!
    DANKE!
    So einen Post wünscht ich mir schon lange,

    Ich mach mir immer wieder damit Hoffnung jeder hype vergeht einmal
    Und ehrlich gesagt ich nähe jz schon seit ich in der Volksschule war - damals halt barbiesachen - dankbar bin ich schon für so manchen gefinkelten Einfall dieser It-mums

    Allerliebste Grüße

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  13. Huhu! Ich darf mich eigentlich nicht beschweren weil ich auch erst vor einen Jahr (genauer vor 13 Monaten ^^) angefangen habe zu nähen. Aber ich muss dir einfach recht geben. Ich habe das Gefühl das viele in meinem Umfeld nicht mit nähen anfangen weil sie was individuelles fertigen wollen sondern nur weil es gerade so modern und in ist dieser diy Wahn. Bei mir war der Grund das ich meiner Tochter nicht nur rosa, pink und Prinzessinin kram anziehen wollte. Ich Nähe zwar hin und wieder etwas sehr Mädchenhaftes aber vorallem versuche ich Stoffe zu verwenden die nicht jede kauft (ich ärgere mich mittlerweile das ich für meinen Sohn den Kokosnuss Stoff gekauft habe. 3 Jungs aus seiner Kita Gruppe haben auch Pullover aus diesem Stoff). Ich bestelle auch sehr gerne im Ausland, sind zwar die Vesandkosten teurer dafür hat den Stoff denn hier niemand ^^. Schön das du das Thema Nachhaltigkeit ansprichst. Ich habe mich auch schon so oft gefragt ob es nötig ist seinem Kind noch das zwanzigste Kleid zu nähen oder in Unmengen Stoffe auf dem Stoffmarkt zu kaufen um dann zu Posten das einem dieser oder jener doch nicht gefällt. Würde mir das nähen nicht solchen Riesen Spaß machen und ich nicht das Ziel verfolgen Alltags taugliche Gothic Kleidung für Kinder zu entwickeln hätte ich das Hobby schon längst wieder aufgegeben einfach weil ich dieser Wahn doch ziemlich nervt. Ok genug aufgeregt. Du hast meiner Ansicht nach vollkommen Recht und ich hab dich mal abonniert ^^.
    LG Carmen

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  14. Hallo Ihr Lieben!
    Bin auf Eure Seite "gestoßen", weil ich auch für die Mycuddleme-Jacke eine Maßtabelle suchte.... Es ist wirklich verrückt, was für Hype´s zZt entstehen. Ich kann zwar verstehen, dass jeder "mal eben schnell" was Schönes nähen möchte.... leider entsteht bei mir (immer mehr) der Eindruck, es werden Schnitte "auf Teufel komm´ raus" verändert und ins Internet gestellt, um auch etwas vom Selbstmacher-Kuchen abzubekommen.... Hhmmmmm..... Gruß, Anke

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  15. Ausser Schnitte für Herren braucht man neiner meinung nach heutzutage nix kaufen, schnabelina und fabrikdertraume.de haben gute Anleitungen, KOSTENLOS!!und kaufen würd ich nur bei pattydoo, habs aber bis jetzt nicht gemacht weil ich auch schnitte selber mache, ohnd Lehre und ohne Lektüre. Wenn man sich fürs Nähen interessiert und auch das TALENT dazu hat, kriegt man das nach paar mal nähen von kostenlosen schnitte auch selber hin mit maßschneidern......ja leider ist der Markt auch an Stoffen einfach überfüllt....und auch bio ist nicht besonders umweltschonend, leider....

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  16. Eigentlich kann ich das nur mit einem "Amen" unterschreiben.
    Ich bin auf Facebook, und da auch in einigen Nähgruppen, aber die wichtigsten sind mir tatsächlich die für "Übergrößen"
    Kinderkleidung würde ich gerne mehr nähen, aber da fehlt mir die Zeit. Noch lässt mich mein Zwerg nicht (und dann ausreichend älteren Mädels hat sie eigentlich auch mehr als genug Kleidung im Schrank)

    Aber insgesamt der Hype ist schon anstrengend.
    gekauft hab ich bisher 4 Schnittmuster, 3 davon für Kuscheltiere und einen Pulli für mich, in der Hoffnung den nicht allzuviel anpassen zu müssen.
    Die Eigenproduktionen schau ich mir gerne an, und verzichte dankend. Egal wie toll die sind, bin ich zu geizig.
    Und Stoffe kaufen, bloß damit man die hat? Neee neee. Ich ziehe los und kaufe Projektbezogen.
    Und wenn nicht grad ganz akut was fehlt, dann warte ich halt bis zum nächsten Stoffmarkt und kaufe dann (und halt vielleicht für mehrere Projekte) Ich find es halt schön, dass ich da alles vorher anfassen kann und es nicht so fürchterlich teuer ist. (dünner Uni-Jersey für 15€/m ist mir einfach zu teuer. da nähe ich dann lieber nicht)


    Ich brauch auch keine 25 Hosenschnitte für meine Tochter, 1 oder 2 reichen. (Pump&Leggings)
    Pulli hab ich zwei, aber nur weils den einen kurz so gab, und den anderen hab ich gewonnen.

    Schnell schnell was "zusammentackern" finde ich total doof. Wenn ich was nähe, soll es doch auch gut aussehen. Klar freu ich mich, wenn der Schnitt schnell genäht ist, aber lieber langsamer und dafür ordentlich als Schnell schnell.

    Angefangen zu nähen in meiner Jugend an Mamas Nähmaschine, ein Mantelkleid. Grundlage dafür war ein passendes Tshirt.
    Also ja, ich kann mir selber meinen Schnitt erstellen und meistens durch die ganzen Anpassungen (viel viel Oberweite bei unschlankem Rest) werdens ja doch quasi eigene Schnitte, die an das Original angelehnt sind.

    Und grad für mich finde ich Maßtabellen echt wichtig. Hatte grad erst wieder einen Shirtschnitt bis 4XL wo die größte Größe ca. 48 ist. Zum Glück hab ich dafür kein Geld ausgegeben...
    Bei Kinderkleidung leg ich immer ein passendes Kleidungsstück zum vergleichen drauf, und passe dann an (längere Arme, weniger Bauch, ..) Aber in 86/92 ist das auch noch nicht so schwer.
    Ich glaub, sobald meine Tochter dann irgendwann größer wird (zur Pubertät oder so) wäre eine Maßtabelle echt wichtig.
    Aber wer weiß, wie sich der Hype in den nächsten Jahren entwickelt.


    Im Moment hat meine Tochter 4 Kleidungsstücke, die selbst genäht sind:
    1 Body, 1 Hose, 1 Jacke, 1 Pulli.
    Der zweite Pulli ist noch in Arbeit...

    Danke für Deinen Artikel!

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  17. Ich habe erst vor einem halben Jahr angefangen zu nähen, da ich es nicht mehr einsehe,90 Euro für ein nicht alltägliches Hemd auszugeben und dann trotzdem die Ärmel zu lang sind und die Schultern zu breit. Ich brauche S slimfit mit verkürzten Ärmeln. Finde da mal was.... Einen Anzug kaufen? Der reinste Horror.... Also dachte ich mir, dann nähst du halt selber. Dann stieß ich auf die Probleme... woher bekommt man gute Hemdenstoffe? ...oder Schnittmuster.... Dann fängt man an sich schlau zu machen.... Eine Büste muss her. Männlich, Größe 42? Keine Chance. Also auch selber machen, aber wie? der Zweite Versuch mit Altocast Kunststoffgipsbinden hat funktioniert. Wie konstruiere ich einen Hemdenschnitt? Anleitung gefunden... hat auch recht gut geklappt, bis auf die Ärmel. Also Buch gekauft... Ich ertappe mich dabei, das Schneiderhandwerk zu erlernen auf meine alten Tage.... Die Nähtechnik ist nicht mein Problem, selbst die Kappnähte an den Ärmeln sehen klasse aus... obwohl das ein rechtes Gefummel ist... ich bräuchte mehr Zeit.... :)
    Ein Hobby aus der Not geboren....

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Ich freu mich, wenn ihr mir was schreibt

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